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Geburtshilfe

Für eine Hausgeburt oder eine Geburt in unserem Geburtsraum ist es sinnvoll, so früh wie möglich mit uns Kontakt aufzunehmen. Dazu können Sie zu den Sprechzeiten im HebammenHaus anrufen oder vorbeikommen, oder sich direkt telefonisch an eine Hebamme wenden, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren.
Beim ersten Gesprächstermin wird eine ausführliche Anamnese erhoben und es werden grundsätzliche Fragen bezüglich der Geburtsplanung, Risiken und Komplikationen besprochen. Sie lernen das Hebammenteam, welches Sie weiter begleiten wird, kennen. Die Hebammen des zuständigen Teams wechseln sich mit den Vorsorgeuntersuchungen ab, um mit der Familie vertraut zu werden.
Eine der Hebammen wird die Geburt von Anfang bis Ende begleiten. Jederzeit kann eine zweite Hebamme zur Geburt hinzugezogen werden.
Die Geburt kann drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis ca. zwei Wochen danach von uns begleitet werden. In diesem Zeitraum wird ein "reifes Kind" erwartet und Sie erhalten den Rufbereitschaftsplan Ihres Hebammenteams.
Aus unserer Erfahrung ist es wichtig, auch die Möglichkeit einer Verlegung in die Klinik im Vorfeld zu bedenken.

Hausgeburt

Eine Hausgeburt zu begleiten bedeutet für uns, dem Wunsch nach Selbstbestimmung, Intimität, vertrauter Atmosphäre und Sicherheit einen Rahmen zu geben. Sind während der Schwangerschaft keine schwerwiegenden Probleme aufgetreten, und ist die Hausgeburt gut vorbereitet, dann ist die Geburt in den eigenen vier Wänden so sicher wie eine Klinikgeburt.
(s. Perinatalstatistik: www.quag.de)

Alles, was zu planen und zu bedenken ist, klären wir ausführlich in Vorgesprächen. Das Besondere an einer Hausgeburt ist, dass die Hebamme bei der Gebärenden zu Gast ist und sich den Gegebenheiten anpasst. Die Schwangere kann mit ihren alltäglichen Verrichtungen beschäftigt sein, solange es ihr gut tut. Dadurch kann sie sich ihrem eigenen Rhythmus hingeben, was wiederum den Geburtsprozeß positiv beeinflußt. Den Zeitpunkt, wann die Schwangere die Hilfe und Anwesenheit der Hebamme wünscht, bestimmt sie selbst. Die Hebamme kommt mit ihrer Geburtsausrüstung zu ihr nach Hause und betreut die Gebärende. Sie unterstützt durch Massage, mit Tipps zu erleichternden Positionen und zur Atmung, oder sie hält sich im Hintergrund. Die Hebamme beobachtet und begleitet den Geburtsverlauf, um im Bedarfsfall mit fachkundiger Hilfe eingreifen zu können.

Praxisgeburt

Die Geburt in unserem Geburtsraum stellt eine räumliche Alternative zur Hausgeburt dar. Der Geburtsraum befindet sich im Souterrain. Dort können Sie ungestört Ihr Baby zur Welt bringen. Der Raum ist mit einer großen Badewanne ausgestattet, es gibt ein großes Bett sowie hilfreiche Utensilien für unterschiedliche Gebärpositionen und eine Fußbodenheizung.

Wenn Ihr Baby geboren ist, haben Sie und Ihre Familie Zeit für die erste Begegnung mit Ihrem Kind. Die Hebamme führt die Erstuntersuchung (U1) des Kindes durch, versorgt eventuelle Geburtsverletzungen und hilft beim ersten Stillen.

Etwa drei Stunden nach der Geburt können Sie nach Hause fahren. Im Wochenbett werden Sie von Ihrer Hebamme weiterbetreut.
Im Fall einer notwendigen medizinischen Intervention kann der Rettungsdienst innerhalb von wenigen Minuten bei uns sein. Die nächstgelegene Klinik ist ca. 700 m entfernt.

Kosten

Die Schwangerenvorsorge gehört zur Grundversorgung der Schwangeren und wird komplett von den Krankenkassen bezahlt, egal ob sich die Frau für die Vorsorge bei FrauenärztIn
oder/und bei der Hebamme entscheidet. Jede Schwangere hat die Möglichkeit, an einem Geburtsvorbereitungskurs teilzunehmen. Die Kosten hierfür übernehmen die Krankenkassen,
in manchen Fällen auch den Partnerbeitrag.
Ebenso werden Leistungen, die die Geburt betreffen, von der Krankenkasse übernommen. Zusätzlich erheben wir eine Rufbereitschaftspauschale von EUR 500. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Rufbereitschaftspauschale von EUR 250. Es lohnt immer bei der entsprechenden Krankenkasse nachzufragen. Meist besteht auch die Möglichkeit während der Schwangerschaft die Krankenkasse zu wechseln. Sollte der finanzielle Eigenanteil ein Ausschlusskriterium für eine außerklinische Geburt sein, sprechen Sie uns auf die Härtefallregelung an.
Nach der Geburt des Kindes werden von den Krankenkassen Hausbesuche und telefonische Beratungen im Wochenbett und während der Stillzeit übernommen, sowie einen Rückbildungskurs, wenn der Kurs neun Monate nach der Geburt abgeschlossen ist. Zusätzlich erheben wir eine Raum- und Bearbeitungsgebühr von EUR 20 pro Kurs.

Unsere Arbeit in Zahlen...


Geburtenstatistik vom 01.02.2005 bis 31.12.2017
  • 1046 Geburten gesamt: 671 Hausgeburten, 375 Praxisgeburten
  • Verlegungen in die Klinik: 129 während der Geburt (12%), 23 nach der Geburt (2%), 8 Kinder (0,8%)

... etwas genauer für das Jahr 2017
  • 82 Geburten gesamt: 60 Hausgeburten, 22 Praxisgeburten
  • 23 Frauen bekamen das 1. Kind
  • 35 Frauen bekamen das 2. Kind
  • 24 Frauen bekamen das 3., 4., 5. ... Kind
  • Verlegungen in die Klinik:
  • 6 während der Geburt, davon dann in der Klinik 4 Spontangeburten, 2 Kaiserschnitte
  • 0 nach der Geburt, 0 Kinder